Fahrradsegnung am Bockerlradweg

24.07.2022 | Kolpingsfamilie Landau

Im Gebet eine Beziehung zu Gott aufbauen

Gottesdienst mit Fahrradsegnung am Bockerlbahn-Radweg

 

Bei bestem Sommerwetter lud am Sonntagmorgen der Platz um die Josefskapelle am Bockerlbahnradweg ein zur Rast und zum Innehalten. So konnten sich die Kolpingfamilie Landau und ihr Präses Kaplan Peter Kunz über viele Besucher freuen, die sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem anderen Gefährt aufgemacht hatten zum alljährlichen Gottesdienst im Freien mit Fahrradsegnung. Bei einem herrlichen Blick über das Isartal stimmte der Kolpingsingkreis Labyrinth mit dem Lied „Danke für diesen guten Morgen“ auf die Messfeier ein, die unter anderem im Gedenken an die verstorbenen Kolpingmitglieder und die Erbauer des kleinen Gotteshauses zelebriert wurde.

 

Auf die Bedeutung des Gebets machte Kaplan Kunz in seinen Predigtgedanken aufmerksam und zitierte dabei auch das alte Sprichwort „Not lehrt beten“. Er selbst glaubte jedoch nicht, dass man durch die Not beten lerne, sondern durch das Vorbild Anderer und durch das eigene Tun. Genau so, wie man auch das Fahrradfahren lernt. Auch die Jünger waren einst ergriffen, als Jesus zu seinem Vater im Himmel sprach. Der Geistliche stellte die Frage, was wir Menschen durch das Gebet gewinnen könnten. Er stellte fest, dass Gebete innerlich stark machen und Ausdruck einer persönlichen Beziehung zu Gott seien. „Wer erfahren hat, dass Gott Anteil an den menschlichen Mühen und Sorgen, an seinen Erfolgen und an seinen Scheitern nimmt, dem eröffnen sich neue Dimensionen“, glaubte der Kaplan. Wichtig beim Gebet seien jedoch nicht nur reine Wunschgedanken, sondern das Bemühen, die Beziehung zu Gott zu festigen. „Gott hört uns in all unseren Anliegen und nimmt uns ernst bei alldem was wir ihm mitteilen. Kein Gebet bleibt unerhört, auch wenn wir die Wege Gottes nicht immer gleich verstehen“, lautete das Fazit von Kaplan Kunz.

 

Auf die Fürsprache des Heiligen Christopherus schritt der Geistliche am Ende des Gottesdienstes durch ein langes Spalier von Fahrrädern entlang des Bockerlbahnradwegs und segnete die Fahrzeuge und deren Besitzer, auf dass diese sich im Straßenverkehr verantwortungsbewusst verhalten und stets heil und sicher an ihrem Ziel angelangen.

J. Aigner