
Am Dienstag nach Ostern machten sich pünktlich um 18 Uhr, gut 20 „Emmausjünger“ vom Kolpinghaus aus auf den Weg nach Niedermünchsdorf. Angeführt wurde die Gruppe vom Bannerträger Wolfgang Schmalhofer. Unterwegs kamen noch einige „Jünger“ hinzu, so dass sich die Anzahl auf stolze 30 Gläubige erhöhte. Die Nebenkirche der Pfarrei Aicha war das Ziel des diesjährigen Emmausgangs der Kolpingsfamilie (KF) Osterhofen. Zunächst wurde eine Andacht gefeiert die der Vorsitzende, Josef Rainer, vorbereitet hatte. In den Texten ging es um die echten Emmaus-Jünger, wie sie sich auf den Weg machten, unterwegs auf Jesus trafen und er ihnen die hl. Schrift darlegte. Dazwischen wurden gemeinsam Lieder aus dem Gotteslob angestimmt. Nach dem Segen erläuterten Mesner Michael Wagner und der Ehrenvorsitzende der KF Ludwig Einhell die bewegte Geschichte des Ortes der bis zum 19 Jahrhundert Münichdorf hieß. Die Kirche ist die einzige im Bistum Passau die dem heiligen Hippolyt geweiht ist. Der Name leitet sich vom „Hippolythos“ ab, was der von Pferden Zerrissene bedeutet. Da man im Mittelalter nichts mehr über den wahren Hippolyt wusste, entstand die Legende vom grausamen Tod mittels Pferden. Hippolyt war im Jahre 217 in Rom zum Bischof Papst geweiht worden und somit Papst. Er löste als Gegenspieler des zur gleichen Zeit regierenden Papstes Kalixtus die erste Kirchenspaltung aus. Beide versöhnten sich aber wieder und starben während der Christenverfolgung in den Jahren 235 – 238 als Märtyrer. Die Kirche gehörte einst zur Pfarrei Schwarzach und wurde später der Pfarrei Aicha zugeordnet. Der Emmausgang endete beim Frühlings-Stüberl wo die Wirtin für die Wallfahrer und Wallfahrerinnen eine Stärkung vorbereitet hatte.
Übrigens: bei der Altkleidersammlung der KF konnten ca. 2,5 Tonnen Altkleider gesammelt werden. Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Josef Rainer, danke seinem Stellvertreter Franz Stern für die Organisation der Sammlung. Ebenso richtete er seinen Dank an die Stadt Osterhofen und die Fa. Erndl-Bau für die Unterstützung und an die Presse für die Information der Allgemeinheit. „Ein herzliches vergelts Gott auch an die Bürger, die ihre Kleiderspenden bereitgestellt haben und die fleißigen Helfer, ohne die die Aktion erst gar nicht möglich gewesen wäre“, so der Vorsitzende. Die Kleiderspenden werden an Kolping Recycling weitergegeben, wo diese dann sortiert werden. Alle noch tragbaren Kleidungsstücke werden wieder verwendet. Mit dem Erlös werden wieder soziale Projekte unterstützt.