
Würzburg, 4. Juli 2026 – Die Delegierten des Kolpingwerks Bayern haben bei ihrer Landesversammlung am 3. und 4. Juli in Würzburg Roland Kronawitter zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Gemeinsam mit Eva Ehard aus dem Diözesanverband Eichstätt bildet er künftig die Spitze des Landesverbandes. Beide Kandidierenden wurden mit großer Zustimmung in ihre Ämter gewählt.
Die Wahl steht für den Wunsch nach einer starken, vernetzten und zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Verbandes. Roland Kronawitter möchte in seiner Amtszeit insbesondere die Zusammenarbeit der bayerischen Diözesanverbände intensivieren und deren Vernetzung weiter ausbauen. Dadurch sollen Erfahrungen, Ressourcen und Ideen noch stärker miteinander geteilt und gemeinsame Projekte gefördert werden.
„Kolping darf kein theoretisches Konstrukt sein. Kolping ist da, wo Menschen einander begegnen, wo angepackt wird, wo Glaube und Tat eins werden“, betonte Kronawitter in seiner Vorstellung. „Erlebbar bedeutet: generationsübergreifend, modern, einladend und mutig. Wir müssen die Fenster öffnen.“
Für den neuen Landesvorsitzenden ist klar, dass die Zukunft des Verbandes vor allem vor Ort gestaltet wird – in den Kolpingsfamilien und Diözesanverbänden. Das Kolpingwerk Bayern solle dabei als starkes Netzwerk wirken, das Menschen verbindet, Engagement stärkt und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt.
Auch Eva Ehard blickt mit großer Motivation auf ihre neue Aufgabe. Sie möchte dazu beitragen, die Anliegen von Familien, jungen Menschen und Ehrenamtlichen noch stärker in die Arbeit des Landesverbandes einzubringen und neue Impulse für die Verbandsentwicklung zu setzen.
Ein großes Vergelt´s Gott auch an die bisherigen Vorsitzenden Dorothea Schömig und Erwin Fath nach zwölfjähriger Amtszeit nicht mehr kandidiert hatten.
Ein wichtiger inhaltlicher Akzent der Landesversammlung war der Impuls von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Thema „Extremismus stoppen – Demokratie stärken“. In seinem Vortrag unterstrich Herrmann die Bedeutung eines starken demokratischen Miteinanders und würdigte das vielfältige Engagement Kolpings. „Um die Demokratie zu sichern, braucht es das Engagement der Bürgern, den Einsatz von Einzelnen sowie von Verbänden und Vereinen, wie das Kolpingwerk Bayern“, so der bayerische Innenminister. Dabei helfe die eigene religiöse Verortung, denn die Ehrfurcht vor Gott schaffe auch die Grundlage für den Respekt gegenüber Mitmenschen.
Das Kolpingwerk Bayern ist Teil des internationalen Kolpingwerks und orientiert sich an den Ideen seines Gründers Adolph Kolping. Als katholischer Sozialverband engagiert sich Kolping für Bildung, soziale Gerechtigkeit, eine lebendige Kirche und eine solidarische Gesellschaft. Bayernweit setzen sich zahlreiche Kolpingsfamilien mit ihren Mitgliedern für das Gemeinwohl ein und gestalten das gesellschaftliche und kirchliche Leben aktiv mit.
Mit der Wahl von Roland Kronawitter und Eva Ehard hat das Kolpingwerk Bayern die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die große Zustimmung der Delegierten unterstreicht das Vertrauen in das neue Führungsteam und dessen Ziel, Kolping als lebendige Gemeinschaft und starke Stimme in Kirche und Gesellschaft weiterzuentwickeln.