Pfarrer Josef Kaiser verstorben

27.10.2025

Kolping war Kaiser ein Leben lang verbunden. Als neu geweihter Priester trat er im September 1975 seine erste Kaplanstelle in der Pfarrei Freyung an und lernte dort die Kolpingarbeit als Präses kennen. Durch die Arbeit in Freyung ist Kaiser auch auf die Diözesanarbeit aufmerksam geworden. Als Diözesanpräses des DV Passau wirkte er von 1980 bis 1990. In seiner Zeit als Diözesanpräses fielen viele beispielhafte Aufbauarbeiten, und er setzte einen Meilenstein für eine erfolgreiche Mitgliederwerbung.

Ein besonderes Anliegen war Kaiser die religiöse Bildung und die Heranführung des Priesternachwuchses an die Ideen Kolpings. So lud er jährlich die Weihekandidaten des Priesterseminars zu einem dreitägigen Kennenlernseminar in die Wirkungsstätte Kolpings nach Köln ein. 10 Jahre wirkte er als stellvertretender Vorsitzender des Kolping-Bildungswerkes Passau und gab viele Impulse für eine zeitgerechte Erwachsenenbildung. Bei allen Aktivitäten und Initiativen gehörte sein Herz immer auch der örtlichen Kolpingsfamilie. Es war ihm immer wichtig, dort, wo er pastoral gewirkt hat, auch eine lebendige Kolpingarbeit vorzufinden. In seiner letzten Wirkungsstätte als Pfarrer in Marktl, wo Kolping schon ein Markenzeichen war, brachte er sich wertvoll und inhaltlich ein. Seinen Ruhestand genoss er in Simbach, wo er es sich nicht nehmen ließ, auch dort als Präses aktiv mitzugestalten.

Im März dieses Jahres konnte er seinen 75. Geburtstag begehen, im Juli sein 50-jähriges Priesterjubiläum und im Dezember wäre er für seine 50-jährige Kolping-Mitgliedschaft geehrt worden. Für seine langjährigen Kolpingverdienste wurde er im Jahr 2000 mit dem Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland ausgezeichnet. Mit Sepp Kaiser verliert das Kolpingwerk einen unermüdlichen Kämpfer für die Idee Adolph Kolpings.