Gottesdienst mit Fahrradsegnung war trotz ungewisser Witterung gut besucht

Zahlreiche Gläubige hatten sich trotz der ungewissen Witterung an der Josefskapelle eingefunden.
19.07.2026

Kolpingpräses Pater Merlu, der den Gottesdienst zelebrierte, hieß die Anwesenden herzlich willkommen und verglich in seiner Begrüßung den Menschen mit einem Feld, in dem so manches wächst, wofür man dankbar ist, aber auch so manches, das man ausreißen möchte - bei sich selbst oder auch bei einem anderen Menschen. Den Gedanken des Feldes und wie man erkennt, was Unkraut ist, spielte er in Bezug auf das Gleichnis des Sämanns danach auch in der Predigt weiter. „Jeder Gärtner weiß, Unkraut wächst von selber, man braucht es nicht gießen, aber – wer voreilig Unkraut ausreißt, reißt leicht den Weizen heraus.“ „Darum“, so der Geistliche, „sagt der Herr: „Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Gott wartet nicht, weil er fern wäre. Er wartet, weil er mehr sieht als wir. Er sieht nicht nur, was ein Mensch heute ist, sondern auch, was aus ihm noch werden kann.“

Mit diesen Gedanken bat er die Gläubigen sich für die kommende Woche einen Vorsatz zu nehmen. „Denken Sie an einen Menschen, den sie innerlich schon abgeschrieben haben. Beten sie für ihn und verzichten Sie auf ein richtendes Wort.“

Der Kolpingsingkreis sorgte mit schwungvollen Liedern aus dem Liedbuch „Effata“ für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes und auch die Sonne ließ sich bis zur Kommunionausteilung immer wieder mal blicken. Danach verdunkelte sich aber leider zunehmend der Himmel und es begann zu regnen. Schnell wurden Regenschirme aufgespannt und der Geistliche am Altar mit einem großen Sonnenschirm vor der Nässe geschützt. Pater Merlu sah es gelassen und meinte mit einem Augenzwinkern: „Ich spreche das Segensgebet vom Altar aus und der Segen selbst kommt direkt vom Himmel.“

Er dankte allen Beteiligten für die Organisation, dem Chor für die schöne musikalische Gestaltung und den Anwesenden für das Mitfeiern der Eucharistie. Sodann wünschte er allen, insbesondere den Radfahrern, trotz Regens ein gutes Nachhausekommen.

M. Wenninger