
Zahlreiche Heimbewohner hatten sich zu dieser Maiandacht in der Hauskapelle eingefunden, wo ein liebevoll gestalteter Maialtar hergerichtet war. Die beiden Kolpingfrauen verteilten Fotos des bekannten Altarbildes „Maria, die Knotenlöserin“ an die Heimbewohner, um diese auch visuell in der Maiandacht mitzunehmen.
„Knoten kennen wir alle“, so Maria Gsödl, „sinnbildlich bedeutet dies, es geht nicht glatt auf unseren Lebenswegen. Um solche Knoten zu lösen, braucht es Geduld und vor allem zunächst Annahme. Am Knoten heftig zu reißen, macht ihn nur fester und hilft nicht, ihn zu lockern.“ Dies konnten die Bewohner auch an einem Stück Faden, in dem bereits ein Knoten geknüpft war feststellen.
In biblischen Texten und Gebeten wurde eine Parallele zur Muttergottes gezogen, in deren Leben es auch „Knoten“ gegeben habe. Ebenso überlegte man auch, wo es im eigenen Lebensfaden Knotenpunkte gab und gibt.
Dazwischen wurden bekannte Marienlieder, wie z.B. „Meerstern, ich die grüße“ oder „Segne du Maria“ gesungen, in die die Heimbewohner miteinstimmten und auch beim Ave Maria beteten die Senioren eifrig mit.
Dass sich die Senioren über die Wiederbelebung der Maiandacht freuten, war ihnen anzusehen und so war sich das Vorbereitungsteam einig, dass die Maiandacht wieder fester Bestandteil im Jahreskalender der Einrichtung sein wird.